Fachcoach für Traumatherapie



Das sonderpädagogische und sozialpädagogische Handeln in verschiedenen Schulformen und anderen Trainingssettings bietet Konzepte mit wertvollen Leitlinien an, die mit der Nutzung empirisch überprüfter, wirksamer Verfahren zur erfolgreichen Rehabilitation bei Delinquenz beitragen können. 

Ziele

Zielgruppen:

Medizinisch-therapeutische Berufe oder Verwaltungsbereiche im Bildungs- und Gesundheitswesen, bei denen medizinisches Wissen im Berufsalltag wichtig ist, um die Menschen, mit denen man arbeitet, richtig zu beraten oder nach Bedrohungslagen zu stabilisieren.

  • Gesundheits- und Krankenpflegende
  • Ergotherapeuten
  • Fitness- und Sporttrainer
  • Krankenhausmitarbeitende der Verwaltung 
  • Pharmaverwaltungsangestellte
  • Physiotherapeuten
  • Psychotherapeuten
  • Schulsekretärinnen

Zertifizierungskurs: Gesundheits- und Krisenmanagement

Basismodul 

Systemisches Coaching

6-tägig (50 Stunden) in PRÄSENS


In diesem Baustein erhalten Sie einen soliden Einblick und ein grundlegendes Verständnis für die Welt des Coachings. Sie lernen als führende Person mit Coaching-Skills umzugehen, erhalten hilfreiche Tools und einen Leitfaden für Coachinggespräche, sammeln erste praktische Erfahrungen und gewinnen Klarheit darüber, ob diese Ausbildung zu Ihnen passt.

1. Aufbaumodul

Mentale Erstbetreuung

4-tägig (40 Zeitstunden)

Das erste Aufbaumodul vermittelt grundlegendes Fachwissen für Beratung und Coaching im Bereich psychische Gesundheit. Es geht um Risikofaktoren, Symptome und Warnsignale bei psychischen Krisen und Störungsbildern sowie um Behandlungsmethoden. Außerdem werden Strategien und Fähigkeiten zur Krisenintervention und Begleitung behandelt, ebenso wie die Weitervermittlung an das professionelle Hilfesystem.

2. Aufbaumodul

Emotionscoaching

4-tägig (40 Zeitstunden)

Wir haben ein natürliches Bedürfnis, enge und von starken Gefühlen geprägte Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen. Unsere eigenen Bindungserfahrungen beeinflussen, wie wir uns gegenüber Kolleginnen und Kollegen, Minderjährigen, Familie, Partnern und Kindern verhalten. Fehlen positive Bindungserfahrungen, entwickeln Menschen oft ein ängstliches oder vermeidendes Bindungsverhalten – sei es in Erziehung, Freundschaft, Partnerschaft oder Sexualität.


Aufbaumodul 1

Psychische Störungsbilder

4-tägig (40 Zeitstunden)

Im ersten Aufbaumodul geht es um psychische Gesundheit und verschiedene psychische Störungsbilder. Dabei werden aus der klinischen Diagnostik Symptome und Hinweise besprochen, die helfen, frühe Warnsignale der häufigsten psychischen Störungen rechtzeitig zu erkennen.

Modul 1

Anatomie und Physiologie 

Ein Pflichtseminar für Teilnehmende ohne medizinische Vorkenntnisse in allen körperorientierten und psychotherapeutischen Ausbildungen.

Im Gesundheitswesen ist Wissen über die menschliche Anatomie und Physiologie enorm wichtig, denn alle Funktionen des Körpers arbeiten eng zusammen und sind entscheidend bei körperlichen und mentalen Beschwerden nach traumatischen Ereignissen.

1. Seminartag: Anatomie

  • Bewegungsapparat
  • Knochen und Gelenke 
  • Muskulatur und Muskelfunktionen

2. Seminartag: Physiologie

  • Innere Organe
  • Nervensystem und neuronale Kommunikation
  • Molekulare Kommunikation und die Körperzelle

Modul 2

Historie und Grundbegriffe der Traumatologie

Die Traumatologie setzt sich mit der Behandlung von kleinen und großen Verletzungen aber auch mit der Behandlung von Polytraumata - Mehrfachverletzung, von der mindestens eine lebensbedrohlich ist - auseinander. Eine nicht unwesentliche Rolle spielen Arbeitsunfälle auch bei Körperverletzungen in der Rechtsmedizin. 

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Zustimmen & anzeigen

1. Seminartag:

  • Historie der Traumatologie
  • Grundbegriffe der Traumatologie
  • Abgrenzung zu belastenden Ereignissen
  • Posttraumatische Belastungsstörung - PTBS + K-PTBS gemäß ICD 11 + DSM 
  • Traumatypen
  • Mögliche Folgen und Traumatisierung


2. Seminartag:

  • Verlaufsmodell der psychischen Traumatisierung
  • Modus eines Traumatas, Psychoedukation
  • Sexualität und Trauma aus systemischer Perspektive
  • Traumasensibilität in der Beratung (Sicheren Ort, stabilisierende Fragen, Ressourcenfokus)
  • Resilienzfokus anstatt Pathologisierung

Modul 

Familientherapeutische Interventionen


1. Seminartag:

  • Intergenerationale Themen
  • Latente Auswirkung der Erfahrungen aus der Herkunftsfamilie auf die eigene Partnerschaft und Familie auch Patchworkfamilien 
  • Einfluss der Familie in Mehrpersonensystemen
  • Systemische Diagnostik auch Erstellung von Genogrammen


2. Seminartag:

  • Existentielle Grundbedürfnisse und Konflikte innerhalb des Familiensystems
  • Differenzierung zwischen Paar- und Familienthemen
  • Beziehungs- und Verhaltensmuster aus familiendynamischer Perspektive
  • Lösungsorientierte Arbeit bei Konflikten in Mehrpersonensystemen

Modul 3

Traumatherapeutische Interventionen

Sich mit einem Trauma auseinanderzusetzen, ist nur sinnvoll, wenn die betroffene Person ihre Gefühle regulieren und Anspannungen abbauen kann. Menschen, die lange Zeit traumatischen Erlebnissen ausgesetzt waren, müssen diese Fähigkeiten oft erst wieder neu erlernen. Wer unter starken Dissoziationen oder Suizidgedanken leidet oder noch Kontakt zur Täterin oder zum Täter hat, sollte nicht direkt mit dem Trauma konfrontiert werden.

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Zustimmen & anzeigen

1. Seminartag

2. Seminartag

  • Therapeutische Strategien und Interventionen in den verschiedenen Phasen
  • Imaginationsverfahren
  • Körperorientierte Traumatherapie  Somatic Experiencing (SE) nach Levine
  • Dissoziation und Assoziation

3. Seminartag

  • Ressourcenmanagement
  • Imaginationsverfahren
  • Eye Movement Desensizitatation Reprocesssing (EMDR) nach Shapiro
  • EMDR Tools

4. Seminartag

  • CIPS (Conflict Imagination Painting und bilaterale Stimulation)
  • Induced after Dead Communication (IADC) 
  • EMDR Standardprotokoll vertiefen und präsentieren
  • Zertifikation

Hybrid-Zertifizierungskurs: Gesundheits- und Krisenmanagement

1. Modul: Bedrohungsmanagement

Bedrohungsmanagement hilft dabei, Risiken zu erkennen und rechtzeitig gegenzusteuern, bevor es zu schweren Gewalttaten kommt. Studien zeigen, dass bei extremen Gewalttaten wie Amokläufen die Täter fast immer vorher erkennbare Warnsignale aussenden. Wenn diese Anzeichen identifiziert werden, kann ein systemisches Fallmanagement dazu beitragen, die meisten dieser Taten zu verhindern.

Das Bedrohungsmanagement unterstützt Mitarbeitende, die von bedrohlichem oder belästigendem Verhalten betroffen sind. Das Krisenteam beurteilt das überschreitende Verhalten, setzt klare Grenzen, greift ein, berät und begleitet die betroffene Person. Dabei steht vor allem im Fokus, die Integrität und psychische Gesundheit zu bewahren.

Theorieimpulse an 1 - 2 Seminartagen:

  • Basics des Bedrohungsmanagements
  • Frühwarnsignale
  • Formen von Aggressivität
  • Erstbewertung von Fällen
  • Fallarbeit in der Praxis
  • Verhalten von Mitarbeiten bei schweren Gewalttat

2. Modul: Psychische Gesundheit 

Fachkräfte in psychosozialen Bereichen stehen immer häufiger vor der Aufgabe, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in psychischen Krisen schnell und effektiv zu helfen. Auch Personalverantwortliche sowie Lehr- und Fachkräfte sehen sich zunehmend mit Belastungssituationen konfrontiert, die von gemischten Kontaktaufnahmen und plötzlichen Gefühlsausbrüchen geprägt sind, oft verbunden mit belastenden Übertragungen auf andere, während gleichzeitig ihre eigene Resilienz im Arbeitsalltag ständig gefordert und auf die Probe gestellt wird.

Die Stigmatisierung psychisch erkrankter Menschen sowie Verunsicherungen und Berührungsängste erschweren im Falle von Eigen- oder Fremdgefährdung das rechtzeitige Ansprechen. Unwissenheit, Angst, Unsicherheit oder Scham führen oft dazu, dass Erste Hilfe ausbleibt und eine wertschätzende Begleitung nach Notfällen verhindert wird.

  • Wie kann ich Personen helfen und betreuen, die sich einer Notlage befinden?
  • Wie gehe ich damit um, wenn Menschen unter einer Depression oder einer Angststörung leiden?
  • Was tue ich, wenn eine Person eine akute Panikattacke oder Suizidgedanken hat?

1. Seminartag:

  • Grundlagen des Beratungs- und Coachingablaufs
  • Basis psychische Gesundheit und Störungen - Depressionen, Essstörungen und nicht-suizidales selbstverletzendes Verhalten, problematischer Substanzmissbrauch, Psychose, Panikattacken, traumatische Ereignisse, Suizidgedanken, suizidales Verhalten und Bilanzsuizid
  • Risikofaktoren
  • Symptome und Warnsignale für psychische Krisen und Störungsbilder
  • Behandlungsmethoden

2. Modul: Krisenteams in Schulen

Schulinterne Krisenteams haben einen schulgesetzlichen Fürsorge- und Förder-, Schutz- und Sicherheitsauftrag in mentalen (u.a. bei Mobbing, Selbstverletzung, Schuldistanz) und bedrohlichen (u.a. bei digitaler, kultureller, physischer und sexueller Peergewalt, Extremismus sowie Amokläufen) Situationen des inklusiven Schulalltags im Unterricht sowie in der ergänzenden Förderung und Betreuung in der Teilhabe.  

Dieses anspruchsvolle Gewaltschutzkonzept wird von einer kleinen interdisziplinären Gruppe aus 5 bis 8 Fachkräften aus den Bereichen Bildung, Erziehung, Sonderpädagogik, Teilhabe und Inklusion sowie Schulsozialarbeit entwickelt. Ziel ist es, für den internen Tätigkeitsbereich Präventions- und Interventionsmaßnahmen bei Krisen und Gewaltvorfällen zu schaffen. Um im Ernstfall schnell und strukturiert handeln zu können, werden außerdem die individuellen Notfall- und Krisenpläne – sofern bereits vorhanden – in Zusammenarbeit mit professionellen Helfersystemen wie Polizei- und Aufsichtsbehörden sowie psychiatrisch-psychologischen Akutambulanzen erstellt.

Theorieimpulse an 1 - 2 Seminartagen:

  • Aufbau & Aufgaben des Krisenteams
  • Sensibilisierung & Kommunikationsstrukturen 
  • Vernetzung mit externen Fachdisziplinen 
  • Datenschutzrelevanz bei Informationsweitergabe 
  • Darstellung von Personen die bei bedrohlichen Situationen informiert werden müssen
  • Fallmanagement & fachübergreifende Fallkonferenzen
  • Handhabung des jeweils bundeslandbezogenen Notfallordners
  • Frühwarnsysteme bei Gewalt, Delinquenz und Suizidalität
  • Krisenintervention bei Gewalt- und Selbstmorddrohung
  • Nachahmungseffekte durch Pressemitteilungen

 3. Modul: Umgang mit bedrohlichem Verhalten am Arbeitsplatz

Thematisiert werden die wichtigsten bedrohlichen Verhaltensweisen wie Stalking & Gewalt durch Intimpartner:innen und psychisch auffällige Personen, Suizidalität und Extremismus sowie den Umgang mit Drohungen. Werden Einzelpersonen oder Gruppen mit diesen Phänomenen konfrontiert bedarf es interner und externer interdisziplinär Netzwerkstrukturen die in das Gewaltschutzkonzept zu implementieren sind.  

Theorieimpulse an 1 - 2 Seminartagen:

  • Formen der Gewalt am Arbeitsplatz
  • Gesprächsführung + Informationserhebung
  • Netzwerkstrukturen aufbauen + erweitern
  • Gewaltschutzkonzept erarbeiten + etablieren

 4. Modul: Mentale Erstbetreuung am Arbeitsplatz

Personen die am Arbeitsplatz, körperliche Gewaltangriffe und Todesdrohungen mit Waffen erleben, benötigen Ansprechpersonen, am die sich nach diesen angst- und panikauslösenden Ereignissen wenden können. 

Das Ziel ist, die häufig zersplitterten Sinneseindrücke der Betroffenen bis zum Eintreffen des rettungsmedizinischen und psychologischen Krisendienstes durch Zuhören zu beruhigen. Gleichzeitig ist eine professionelle Betreuung in den ersten 24 Stunden und Tagen entscheidend, um posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) oder schweren Traumatisierungen präventiv entgegenzuwirken.

Gleichzeitig können Erstbetreuende am Arbeitsplatz Betroffene in Fällen von Belästigungen, Bedrohungen oder anderen kritischen Situationen mental unterstützen.

Theorieimpulse an 1- 2 Seminartagen:

  • Notfall & Krise - Grundlagen von Interventionsmöglichkeiten
  • Mentale Erstbetreuung - Schutz, Aufklärung und psychische Erstunterstützung
  • Symptome & Verhaltensweisen der betroffenen im Gespräch einordnen und verstehen
  • Möglichkeiten und Grenzen der psychologisch Erstbetreuenden
  • Psychologische Hintergründe zur Entstehung einer Belastungssymptomatik
  • Posttraumatische Belastungsreaktion
  • Besonderheiten in der Kommunikation mit Betroffenen
  • Hilfsmittel zur Krisenintervention
  • Techniken in der Beratung von psychisch belasteten Personen 
  • Gesprächsführung mit Betroffenen im Erstkontakt gestalten
  • Eigene Belastung & Stresslevel reflektieren

Ergänzende Beratungsinformationen

Vertrauensvolle Beratung für Fachkräfte

Das Beratungsangebot der ISEF ist speziell auf die Bedürfnisse von Fachkräften im Gesundheits- und Sozialwesen zugeschnitten, um den sicheren Umgang und das Wohl jedes Kindes sicherzustellen.

Individuelle Unterstützung und Schulungen

Neben Risikoanalysen werden praxisorientierte Trainings angeboten, die auf alltägliche Herausforderungen im Kinderschutz abgestimmt sind, um die Handlungskompetenz zu stärken.

Klare Kommunikation und Transparenz

Der Wert des präventiven Fallmanagements zeigt sich in einer offenen und klaren Kommunikation sowie transparenten Prozessen, sodass Sie sich stets gut informiert und begleitet fühlen.

Unsere Trainingsmethoden im Überblick

Bausteine der Traumatherapie

  • Sicherheit schaffen - Aufbau von Ressourcen
  • Stabilität aufbauen, Umgang mit Intrusionen und Übererregung
  • Konfrontation ermöglichen im geschützten Dialog
  • Integration der traumatischen Erfahrung erreichen
  • Kommunikation in der Traumatologie und Krisenintervention, Krieg und Flucht
  • Notfälle und Krisenintervention
  • Familienberatung
  • Traumatisierung von Kindern und Jugendlichen; rechtliche Grundlagen
  • Sexueller Missbrauch und Misshandlung
  • Spezielle Dynamiken traumatischer Ereignisse in der Familie
  • Re-Traumatisierung; Umgang mit starken Emotionen
  • Traumatherapeutische Methoden in der Einzelarbeit
  • Psychohygiene und Supervision
  • Praxistraining, Fallbeispiele

Resilienz anstatt Regression

Umgang mit psychisch instabilen Persönlichkeiten

Vertrauensvolle Beratung für Fachkräfte

Das Beratungsangebot der ISEF ist speziell auf die Bedürfnisse von Fachkräften im Gesundheits- und Sozialwesen zugeschnitten, um den sicheren Umgang und das Wohl jedes Kindes sicherzustellen.

Individuelle Unterstützung und Schulungen

Neben Risikoanalysen werden praxisorientierte Trainings angeboten, die auf alltägliche Herausforderungen im Kinderschutz abgestimmt sind, um die Handlungskompetenz zu stärken.

Klare Kommunikation und Transparenz

Der Wert des präventiven Fallmanagements zeigt sich in einer offenen und klaren Kommunikation sowie transparenten Prozessen, sodass Sie sich stets gut informiert und begleitet fühlen.