Zertifizierungskurse:
Prävention am Arbeitsplatz
Laut der Bundesgesundheitsministerin erleidet etwa ein Drittel der Menschen im Laufe ihres Lebens eine psychische Erkrankung. Zu den weltweit häufigsten zählen Depressionen, Alkoholsucht, Substanzmissbrauch und Angststörungen. Seit Beginn der Corona-Pandemie hat sich unser Alltag mit Homeoffice, sozialer Distanz und Zukunftsängsten stark verändert und die mentale sowie psychische Gesundheit stark belastet. Zusätzlich sorgen aktuell Faktoren wie die Folgen des Klimawandels und die Kriege in Europa und Asien für weiteren Stress.
Das Prinzip Erkennen – Einschätzen – Entschärfen steht für ein Bedrohungsmanagement, um Gefahren frühzeitig zu erkennen, richtig einzuschätzen und schließlich das Risikopotenzial zu entschärfen, um Eskalationsgefahren für Einzelpersonen oder Gruppen zu vermeiden. Es kommt zum Einsatz, wenn eine Person oder Institution von
- Gewalt am Arbeitsplatz
- Drohungen
- Stalking
- Erpressungsschreiben
- Femizidankündigungen
- ungewöhnlichen Kontaktversuchen
- o.ä.
Das gilt auch, wenn man ein ungutes Gefühl oder eine Bedrohung wahrnimmt. Selbst dann sollte eine professionelle Einschätzung erfolgen. Haben mehrere Mitarbeitende Angst vor einer Kollegin oder einem Kollegen, ohne genau sagen zu können warum, führt das zu Unruhe und Ängsten und kann schlechtere Leistungen, Fehltage oder den Weggang wichtiger Mitarbeitender nach sich ziehen.
Vorsorge - Krisenprävention
Führungskräfte sind dafür verantwortlich, Konzepte zur Gewaltprävention zu entwickeln und die Aufgaben im Krisenteam zu verteilen.
Bedrohungsmanagement
Das Krisenteam agiert flexibel, sobald eine Bedrohungssituation nicht abgewendet werden kann.
Fürsorge - Krisenintervention
Das Krisenteam sorgt für Stabilität im beruflichen Kontext und spielt eine besonders wichtige Rolle in akuten Krisensituationen.
Nachsorge - Krisenbewältigung
Nach einem Notfall wird die tägliche Ablauflaufstuktur wieder aufgenommen und die Betreuung der betroffenen Personen sichergestellt.
Hybrid-Zertifizierungskurse: Gewalt am Arbeitsplatz
PRÄVENTIONSKOORDINATOR:IN
Ersteinschätzung ob das schulinterne Krisenteam benachrichtigt wird.
PRÄVENTIONSMANAGER:IN
Risikoeinschätzung durch schulinternes Krisenteam
KRISEN-ERSTHELFER:IN
Psychische Erstbetreuung nach Gewaltvorfällen
Hybrid-Zertifizierungskurs: Präventionsmanagement am Arbeitsplatz
Hybrid-Zertifizierungskurs: Präventionskoordination
Während der Ausbildung erhalten Sie umfassendes Wissen über Gewaltphänomene am Arbeitsplatz, deren Erkennung sowie über interne und externe Netzwerke, die weitere Unterstützung bieten können. Von klientenzentrierter Gesprächsführung mit belasteten oder von Vorfällen betroffenen Personen bis hin zur internen und externen Zusammenarbeit werden alle Aspekte abgedeckt.
Nach Abschluss des Zertifikats verfügt der Präventionskoordinator über das nötige Handwerkszeug, um eine effektive Gewaltprävention im Unternehmen oder in der Behörde aufzubauen. Zudem kann er den Bedarf für die Einführung eines Bedrohungsmanagements ermitteln und ein bestehendes System unterstützen. Er übernimmt eine wichtige Vernetzungsfunktion und ist erste Ansprechperson.
6-tägiges Hybridseminar
Themenschwerpunkte
- Basics des Bedrohungsmanagements
- Psychische Erstbetreuung nach Bedrohung, Belästigung, schwerer Gewalt
- Bedrohungsmanagement ermitteln, implementieren und evaluieren
- Eigene Belastung & Stresslevel reflektieren
Ihre Investition: 1186,00 €
Hybrid-Zertifikationskurs: PRÄVENTIONSMANAGER:IN
Bedrohungsmanagement
Das Bedrohungsmanagement hilft dabei, Risiken zu erkennen und rechtzeitig gegenzusteuern, bevor es zu schweren Gewalttaten kommt. Studien zeigen, dass bei extremen Gewalttaten wie Amokläufen die Täter fast immer vorher erkennbare Warnsignale aussenden. Wenn diese Anzeichen identifiziert werden, kann ein systemisches Fallmanagement dazu beitragen, die meisten dieser Taten zu verhindern.
Im Rahmen des Bedrohungsmanagementswerden werden Mitarbeitende dabei unterstützt, diese von bedrohlichem oder belästigendem Verhalten betroffen sind. Das Krisenteam beurteilt das überschreitende Verhalten, setzt klare Grenzen, greift ein, berät und begleitet die betroffene Person. Dabei steht vor allem im Fokus, die Integrität und psychische Gesundheit zu bewahren.
4-tägiges Hybridseminar
Themenschwerpunkte
- Basics des Bedrohungsmanagements
- Frühwarnsignale
- Formen von Aggressivität
- Erstbewertung von Fällen
- Fallarbeit in der Praxis
- Verhalten von Mitarbeitern bei schweren Gewalttaten
- Eigenen Stresslevel reflektieren
Ihre Investition: 790,00 € inklusive Handout ohne Kost und Logis
Hybrid-Zertifizierungskurs: KRISEN-ERSTHELFER:IN
Psychische Erstbetreuung am Arbeitsplatz
Personen die am Arbeitsplatz, körperliche Gewaltangriffe und Todesdrohungen mit Waffen erleben, benötigen Ansprechpersonen, am die sich nach diesen angst- und panikauslösenden Ereignissen wenden können.
Das Ziel ist, die häufig zersplitterten Sinneseindrücke der Betroffenen bis zum Eintreffen des rettungsmedizinischen und psychologischen Krisendienstes durch Zuhören zu beruhigen. Gleichzeitig ist eine professionelle Betreuung in den ersten 24 Stunden und Tagen entscheidend, um posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) oder schweren Traumatisierungen präventiv entgegenzuwirken.
Gleichzeitig können Erstbetreuende am Arbeitsplatz Betroffene in Fällen von Belästigungen, Bedrohungen oder anderen kritischen Situationen mental unterstützen.
6-tägiges Hybridseminar
Themenschwerpunkte
- Notfall & Krise - Grundlagen von Interventionsmöglichkeiten
- Mentale Erstbetreuung - Schutz, Aufklärung und psychische Erstunterstützung
- Symptome & Verhaltensweisen der betroffenen im Gespräch einordnen und verstehen
- Möglichkeiten und Grenzen der psychologisch Erstbetreuenden
- Psychologische Hintergründe zur Entstehung einer Belastungssymptomatik
- Posttraumatische Belastungsreaktion
- Besonderheiten in der Kommunikation mit Betroffenen
- Hilfsmittel zur Krisenintervention
- Techniken in der Beratung von psychisch belasteten Personen
- Gesprächsführung mit Betroffenen im Erstkontakt gestalten
- Eigenen Belastung & Stresslevel reflektieren
Ihre Investition: 790,00 € inklusive Handout ohne Kost und Logis
Methoden des Bedrohungsmanagements
- Ruhig bleiben: Vermeiden Sie hastige Bewegungen, bleiben Sie gelassen und entspannt – das kann beruhigend wirken und andere dazu motivieren, ebenfalls zu helfen.
- Aktiv werden: Machen Sie deutlich, dass Sie bereit sind, einzuschreiten und die Situation zu beeinflussen. Ein kurzes Gespräch oder eine kurze Absprache kann bereits etwas verändern.
- Raus aus der Opferrolle: Wenn Sie angegriffen werden, bleiben Sie selbstbewusst, statt zu flehen oder sich unterwürfig zu verhalten. Machen Sie sich klar, was Ihnen wichtig ist, und zeigen Sie deutlich, was Sie wollen.
- Sicheres Verhalten: Teilen Sie vertrauenswürdigen Personen die Bedrohung mit und suchen Sie sich einen sicheren Ort, an den Sie sich zurückziehen können.
- Dokumentation: Notieren Sie die Bedrohung so genau wie möglich – was wann, wo und mit wem passiert ist und wer es gesehen oder gehört hat –, damit sie später als Beweis dienen kann. Wichtig ist, sich auf die eigene Sicherheit zu konzentrieren und bei Bedarf rechtliche Schritte einzuleiten.
Krisenteams in Schulen
2-täges Hybridseminar
Ihre Investition: 395,00 € inklusive Handout ohne Kost und Logis
Umgang mit bedrohlichem Verhalten am Arbeitsplatz
2-tägiges Hybridseminar
Ihre Investition: 395,00 € inklusive Handout ohne Kost und Logis
Handeln im Schulsekretariat in Krisensituationen
1-tägiges Hybridseminar
Ihre Investition: 198,00 € inklusive Handout ohne Kost und Logis
Inputs der Trainerin
Trainerinputs setzen auf konzeptionelle Denkweisen und eine bunte Mischung aus Methoden wie Kurzvorträgen, Dokumentation, Erfahrungsaustausch, Fallarbeit, Selbstreflexion und einem praxiserprobten Methodenkoffer – von der Praxis für die Praxis.
Peergruppenübungen
In den Seminaren liegt der Fokus auf der eigenen praktischen Anwendung und Selbsterfahrung in supervidierten Peergruppen. Die Teilnehmenden vertiefen dabei aktiv ihr Wissen über die Methoden und erfahren deren Wirkung hautnah.
Häufig gestellte Fragen zu
Vertrauensvolle Beratung für Fachkräfte
Das Beratungsangebot der ISEF ist speziell auf die Bedürfnisse von Fachkräften im Gesundheits- und Sozialwesen zugeschnitten, um den sicheren Umgang und das Wohl jedes Kindes sicherzustellen.
Individuelle Unterstützung und Schulungen
Neben Risikoanalysen werden praxisorientierte Trainings angeboten, die auf alltägliche Herausforderungen im Kinderschutz abgestimmt sind, um die Handlungskompetenz zu stärken.
Klare Kommunikation und Transparenz
Der Wert des präventiven Fallmanagements zeigt sich in einer offenen und klaren Kommunikation sowie transparenten Prozessen, sodass Sie sich stets gut informiert und begleitet fühlen.
IDPK Institut für
Delinquenzprävention & Krisen
Leitung: Kathrin Wendt
+49 (0) 152 57.68.60.13
[email protected]